Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir präsentieren ab dem 17. Dezember in der großen Halle die Ausstellung MONO NO AWARE. Die Poesie des Augenblicks mit Fotografien von Uwe Langmann. Parallel zeigen wir noch bis Ende Februar 2022 im Palais die Ausstellung SPUREN UND TRANSFORMATIONEN. Fotografien von Gisela Floto.

Aufgrund der aktuellen Landesverordnung dürfen nur nachweislich vollständig geimpfte oder genesene Personen unser Museum und Café besuchen. Wir empfehlen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, vor allem wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Zur Zeit finden im 2. Obergeschoss der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung im Palais Umbaumaßnahmen statt, so dass die Ausstellung in diesem Bereich für Gäste leider nicht zugänglich ist.

Wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung, so dass Sie Ihren Aufenthalt unbeschwert genießen können.

Die Poesie des Augenblicks

17.12.2021–13.03.2022 · S-Foto Forum (Ausstellungshalle)

Jeder Moment ist ein perfekter Ausdruck des Lebens, der nur für kurze Zeit existiert und deswegen in vollem Bewusstsein erlebt werden soll. Mono no Aware, so der Titel der Ausstellung des Fotografen Uwe Langmann, ist ein auf der Philosophie des Zen-Buddhismus basierendes ästhetisches Prinzip, das die Schönheit des Vergänglichen beschreibt. Während in westlichen Kulturen Veränderung und Vergänglichkeit mit Gefühlen der Trauer und des Verlustes verbunden sind, ist es die Kunst von Mono no Aware, diese Emotionen in Akzeptanz und Wertschätzung zu überführen. Diese Form der Geisteshaltung in seinen Bildern zu veranschaulichen und damit die Basis für eine achtsame Lebensweise zu schaffen, in der Schönheit und Bedeutung in den gewöhnlichsten Dingen und in den unscheinbarsten Augenblicken erfahren werden können, ist ein wichtiges Anliegen des Künstlers.

In seiner Fotografie geht es Langmann weniger um eine konkrete Darstellung der Realität, als um eine emotionale, poetische Interpretation der ihn umgebenden Welt sowie um die Auslotung der künstlerischen Möglichkeiten seines Mediums. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Konzept der ‚Leere‘, das ebenfalls seinen Ursprung im Zen-Buddhismus hat. Ähnlich wie in den klassischen japanischen Tusch-Malereien (sumi-e) nutzt der Fotograf zumeist leere, fast weiße Flächen, auf denen er seine sparsam arrangierten Motive präsentiert. Was im sumi-e das Weiß des unbemalten Papiers ist, findet sich bei ihm als Schneefläche, als überbelichteter grauer Himmel oder als scheinbar im Unendlichen verschwindende Wasserfläche wieder. Auf diesen Flächen, die Langmann gerne als ‚Resonanzräume‘ bezeichnet, inszeniert er minimalistische, stille Gesten von Mensch und Natur. Er sucht dabei nach Wegen, das Unaussprechliche, Verborgene seiner Motivwelten für den Betrachter greif- oder zumindest fühlbar zu machen und seine Bilder in einen Raum der Andeutungen und Suggestionen zu überführen. Landschaften, Menschen, Tiere und Gegenstände werden bei ihm zu Projektionsflächen, sowohl für seine Gedanken und Gefühle als auch für die der Betrachter, die stets aufgefordert sind, sich selbst aktiv in einen geistigen Dialog mit dem Gesehenen zu begeben.

Passend zur Ausstellung „Mono no Aware“ bieten wir zwei Sondereditionen (s. Abb.) zu einem Preis von 100 € pro Stück an. Die Prints sind auf dem Papier Awagami Bamboo mit der Größe von 20 x 25 cm gedruckt. Das Motiv selbst umfasst 16 x 20 cm.

Print A flock of Sheep

Print Gravitas
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